Happy Birthday, Marilyn Monroe! Am 1. Juni 2026 hätte die Ikone ihren 100. Geburtstag gefeiert. Zu ihrem Mythos gehören nicht nur Filme, Fotos und Zitate, sondern auch ein Auto: ein schwarzer Ford Thunderbird von 1956. Der T-Bird verschwand jahrzehntelang aus dem Rampenlicht und brachte 2018 bei Julien's Auctions schließlich sagenhafte 490.000 Dollar ein.
Marilyn Monroe wurde am 1. Juni 1926 in Los Angeles geboren und starb 1962, mit nur 36 Jahren. In den 50er-Jahren war sie einer der größten Filmstars der Welt, zugleich aber eine Schauspielerin, die sich gegen das enge Rollenbild Hollywoods wehrte. Ende 1954 gründete sie mit dem Fotografen Milton Greene die Firma Marilyn Monroe Productions. Genau auf diesen Namen wurde später auch der Thunderbird gekauft.
Ein schwarzer Thunderbird aus einer wichtigen Zeit
Der Thunderbird war damals Fords Antwort auf die Chevrolet Corvette, aber er wollte nie nur Sportwagen sein. Ford setzte auf Komfort, Stil und Ausstattung. Heute würde man sagen: Personal Luxury Car. Monroes Exemplar passt genau in dieses Bild. Schwarzer Lack, schwarz-weißes Interieur, Weißwandreifen, verchromte Stoßfänger, außenliegendes Reserverad im Continental Kit. Dazu gab es sowohl ein schwarzes Stoffverdeck als auch das abnehmbare Hardtop mit den typischen runden Bullaugen-Fenstern.
Unter der langen Haube arbeitet ein 5,1-Liter-V8 mit 225 hp (US-Angabe). Außerdem hatte der T-Bird Servolenkung, Bremskraftunterstützung, elektrische Fensterheber und elektrisch verstellbare Sitze – für die damalige Zeit eine ausgesprochen luxuriöse Ausstattung. Die exakte Seriennummer des Wagens lautet P6FH151382.
Wie kam der T-Bird zu Monroe?
Sicher ist: Der Thunderbird wurde am 20. Dezember 1955 bei Westport Motors in Westport, Connecticut, gekauft, auf den Namen Marilyn Monroe Productions. Viele Berichte legen nahe, dass Fotograf Milton Greene ihr den Wagen zu Weihnachten schenkte. Belegt ist jedoch nur der Kauf, nicht jedes Detail der Schenkung.
Monroe lebte damals zeitweise an der Ostküste, arbeitete an ihrer Unabhängigkeit von den Studios und studierte Schauspiel. Der Thunderbird gehört also nicht nur in ihre Glamourphase, sondern auch in eine Phase, in der sie mehr Kontrolle über ihre Karriere suchte.
Kurz nach dem Kauf heiratete Monroe den Schriftsteller Arthur Miller. Die standesamtliche Trauung fand Ende Juni 1956 im Westchester County Courthouse im Bundesstaat New York statt, zwei Tage später folgte eine private jüdische Zeremonie. Auktionsberichte bringen den Thunderbird mit den Fahrten rund um diese Hochzeit in Verbindung. Sicher ist: Es gibt Aufnahmen aus jener Zeit, die Monroe und Miller mit dem T-Bird zeigen.
Damit wird aus dem Ford mehr als ein schöner 50er-Jahre-Klassiker. Er steht für eine kurze, hell ausgeleuchtete Phase in Monroes Leben: neuer Vertrag, neue Firma, neue Ehe, neues Auto. Dass diese Geschichte später dunkel endete, gehört zum Monroe-Mythos.
Was passierte später mit dem Ford?
Monroe behielt den Thunderbird bis 1962. Dann gab sie ihn an John Strasberg weiter, den Sohn ihres Schauspiel-Lehrers Lee Strasberg und dessen Frau Paula. Der rechtliche Transfer soll erst wenige Monate vor Monroes Tod erfolgt sein. Danach verschwand der Wagen jahrzehntelang aus der Öffentlichkeit.
Wieder aufgetaucht ist er über Dokumente aus dem Umfeld des Strasberg-Nachlasses. Dazu gehörten unter anderem eine Eigentumserklärung des Staates Connecticut, ein Schreiben der Versicherung Kalvin, Miller, Meyer and Sachs sowie ein Schreiben des New York City Department of Finance Bureau of Collections. Und diese Papiere machen den entscheidenden Unterschied: Erst durch sie ließ sich zweifelsfrei belegen, wie besonders dieser schwarze T-Bird tatsächlich ist.
Knapp 500.000 Dollar bei einer Auktion
Im November 2018 kam der Wagen bei Julien's Auctions im Rahmen der Auktion "Icons & Idols: Hollywood" unter den Hammer. Schätzpreis vorab: 300.000 bis 500.000 Dollar. Am Ende wurden es 490.000 Dollar. Damit lag der Ford ganz oben im erwarteten Bereich.
Auf dem AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt finden sich aktuell einige Angebote zum Ford Thunderbird. Preislich liegen diese Exemplare zwischen 40.000 und 70.000 Euro.
Das zeigt noch einmal, wie wichtig die wieder aufgetauchten Dokumente waren. Erst sie belegten zweifelsfrei, dass eine der berühmtesten Ikonen des 20. Jahrhunderts einst Besitzerin dieses schwarzen Thunderbird war.

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