Pablo Escobars Porsche 911 Carrera 3.0 IROC RSR zu verkaufen

24 Mars 2021 - AutoBild

Pablo Escobars Porsche 911 Carrera 3.0 IROC RSR zu verkaufen

Dieser seltene Porsche 911 RSR gehörte einst Drogenbaron Pablo Escobar und wurde von Emerson Fittipaldi gefahren. Jetzt wird er zum happigen Preis verkauft.

Betuchte Sammler, aufgepasst: Hier bietet sich die Chance auf ein wahrhaft einmaliges Auto. In Florida steht ein extrem seltener Porsche 911 Carrera 3.0 IROC RSR von 1974 zum Verkauf, von dem nur 15 Exemplare gebaut wurden. Seinen ersten Einsatz bestritt der Porsche mit Rennfahrer-Legende Emerson Fittipaldi am Steuer. Später gehörte der Sportwagen dem kolumbianischen Drogenbaron Pablo Escobar. Letzteres ist aus humanitärer Sicht definitiv ein dicker Minuspunkt. Dem Verkaufspreis scheint das aber zuträglich zu sein. Umgerechnet knapp 1,85 Millionen Euro möchte der US-Händler für den extremen Elfer haben.

330 PS bei 900 Kilogramm Leergewicht

Auch ohne zweifelhaften Vorbesitz ist dieser Porsche etwas ganz Besonderes. Vom 911 3.0 RSR entstanden 1974 etwa 109 Exemplare, davon 54 für den Renneinsatz. Davon wiederum wurden 15 Autos für die mittlerweile eingestellte IROC-Rennserie vorbereitet. Dort traten Rennfahrer aus verschiedenen Klassen in identischen Fahrzeugen an. Die IROC-RSR setzten auf die Karosserie des Straßen-RS, übernahmen aber den Heckspoiler der Rennversion. Hinter den Magnesium-Felgen mit Zentralverschluss arbeitet die Bremse vom Porsche 917. Im Heck sägt ein Dreiliter-Boxer mit 330 PS und 314 Nm Drehmoment, die mit den rund 900 Kilogramm Leergewicht leichtes Spiel haben. Um im damals immer populärer werdenden Farbfernsehen noch besser unterschieden werden zu können, erhielten alle 15 IROC-RSR unterschiedliche Lackfarben. 

Pablo Escobar ließ den RSR auf 935-Look umbauen

Das hier zum Verkauf stehende Exemplar trägt einen sandfarbenen Lack und wurde im ersten Rennen vom brasilianischen Rennfahrer Emerson Fittipaldi gefahren. Danach übernahm ihn ein privater Rennstall und setzte ihn einige Jahre in der IMSA-Rennserie ein. Laut Inserat nahm der sandfarbene RSR 1978 sogar an den 24 Stunden von Daytona Teil. Schließlich landete der Porsche in den Händen von Pablo Escobar. Der verabreichte der Front einen Flachbau im Stil des Porsche 935 und ließ den RSR so an Rennen in Kolumbien teilnehmen. Im Zuge einer Komplettrestaurierung wurde der 911 schließlich wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Die Laufleistung beträgt nur 360 Kilometer

Seit der Restaurierung wurden offenbar erst 360 Kilometer zurückgelegt. Sämtliche Dokumente und Unterlagen seit 1974 sind vorhanden, selbst aus der Zeit bei Escobar. Wer den Rennwagen mit der illustren Vergangenheit kaufen möchte, muss umgerechnet knapp 1,85 Millionen Euro (2,2 Millionen US-Dollar) an die Atlantis Motor Group überweisen. Ein Haufen Geld, dafür bekommt man aber auch einen der seltensten 911er überhaupt.