Darum kostet dieses rostige Muscle Car eine halbe Million Euro

10 Juillet 2020 - AutoBild

Darum kostet dieses rostige Muscle Car eine halbe Million Euro

Dieser Plymouth 'Cuda hat alles, wonach sich Sammler die Finger lecken: Was aussieht wie ein Haufen Schrott, ist tatsächlich ein fast unbezahlbares Powerpaket!

500.000 Euro sollten für die meisten automobilen Träume mehr als genug sein. Ausgerechnet bei einem verbeulten 1971er Plymouth 'Cuda könnte es aber selbst mit einer halben Million eng werden. Das Muscle Car mit Stoffdach wird bei Mecum Auctions in den USA versteigert. Erwarteter Erlös: umgerechnet zwischen 440.000 und 620.000 Euro (500.000 bis 700.000 US-Dollar)! Der Preis kommt nicht von ungefähr. Motorisierung, Seltenheit, originaler Zustand – bei diesem 'Cuda stimmt einfach alles!

Einer von nur zwei seiner Art

Der Plymouth Barracuda basierte ab 1970 auf der Chrysler E-Body-Architektur. Er ist ein Schwestermodell des Dodge Challenger und zählt zu den gesuchtesten Musclecars überhaupt. Die Topmodelle des Barracuda wurden als 'Cuda vermarktet. Das Auktions-Auto stammt aus dem Baujahr 1971, was für Fans etwas ganz Besonderes ist. Nur dann nämlich hatte der Barracuda vier statt zwei Frontscheinwerfer und die (Fake-) Luftauslässe in den Kotflügeln. Dieser ist ein extrem seltenes Cabrio und verfügt auch noch über den hubraumstärksten 440er Motor. Drei Doppelvergaser – Six Pack genannt – bereiten das Gemisch für unfassbare 7,2 Liter Hubraum auf. Die Motorleistung des V8 liegt bei 390 PS und beschert dem Barracuda Viertelmeile-Zeiten von deutlich unter 14 Sekunden. Stärker ist nur der Siebenliter Hemi-V8 mit 425 PS. Von dieser Kombination aus Baujahr, Cabrio und 440er-Motorisierung wurden laut Mecum nur 17 Stück hergestellt. Außerdem soll es sich bei diesem Plymouth um einen von nur zwei für den Export gebauten 'Cudas handeln. Highlight dieses Autos ist die optionale, nur 1970 und 1971 angebotene "Shaker Hood". Die mit dem Motor verbundene Lufthutze ragt aus der Haube und schüttelt sich sichtbar bei jedem Gasstoß.

35 Jahre im Container gelagert

Als wäre das noch nicht genug, stand das Auto offenbar 35 Jahre lang in einem Container. Die Farbe ist ausgeblichen, das Chrom matt, die Karosserie angerostet. Dafür ist das Cabrio aber komplett original. Es finden sich noch immer die Auslieferungscodes und die Aufkleber mit der VIN-Nummer am Auto. Auch der originale Auslieferungsschein ist vorhanden. Sogar zwei zeitgenössische Playboy-Bunny-Sticker kleben noch an Front und Heck. Das Interieur des Plymouth ist noch erstaunlich intakt. Gänzlich unrestauriert ist das Auto aber nicht. Im Sinne der Fahrbarkeit wurden der komplette Antriebsstrang des 'Cuda überholt und modernere Radialreifen montiert. All das macht dieses Musclecar wahrlich einzigartig und lässt erahnen, dass der Plymouth die halbe Million locker knacken dürfte.