Verkäuferkommentare zu 1949' Volkswagen Käfer 1100 Hebmüller
1949 wurde der Wagen erstmals auf einen Hamburger Galeristen zugelassen. 1953 übernahm ein Hamburger Arzt das Auto, nutzte es ausgiebig und fuhr regelmäßig weite Strecken, beispielsweise bis nach Südspanien. In diesem Zeitraum wurden mindestens ein Ersatzmotor und eine Hinterachse eingebaut. Für diese Teile liegen die alten VW-Garantiekarten vor. 1960 schenkte der Arzt das Cabriolet seiner Schwester, die in Deutsch-Südwestafrika lebte. Sie hat das Auto über 30 Jahre lang behalten! In einem Brief beschreibt sie ihre Erinnerungen an das Auto. Anfangs fuhr sie den VW noch recht viel, wie diverse Wartungsrechnungen aus den 1960er-Jahren belegen. 1974 ließ sie erneut einen Ersatzmotor einbauen. Später wurde der Hebmüller zu kostbar, um ihn im Alltagsverkehr zu nutzen. Dafür hatte sie einen zweiten Käfer aus einem neueren Baujahr. 1990 verkaufte sie das Auto schließlich schweren Herzens an einen deutschen Sammler, der es in den darauffolgenden Jahren in renommierten Werkstätten und unter Anleitung von VW-Historikern rund um die Uhr komplett restaurieren ließ. 210.000 DM (!) Das Hebmüller Cabriolet erreichte beim Concours d’Elegance auf dem Nürburgring 1995 den dritten Platz und schlug damit deutlich teurere Autos. Wir haben das Auto vor ein paar Jahren verkauft. Seitdem wurde der Hebmüller im Detail verfeinert. Beispielsweise sind jetzt die richtigen Sonnenblenden und der originale Rückspiegel (extrem selten!) verbaut. Zum Fahrzeug gehören eine umfassende Dokumentation inklusive FIVA- und Deuvet-Pass, Original-Bedienungsanleitung und Werbeprospekt, Korrespondenz der Vorbesitzer und vieles mehr. Vom „Hebmüller Cabriolet“ wurden insgesamt nur 696 Exemplare produziert. Man geht davon aus, dass es noch etwa 100 Exemplare gibt, von denen nur eine Handvoll gut dokumentiert ist.