1963' Porsche 356
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£350,000Veröffentlicht 6 Juli 2026ID: YBaLT2
Information from the owner
Karosserie: Sportwagen
Alter: 63 Jahre
Kilometerstand: 27714 km
Hubraum: 2000 cc
Getriebe: Manuell
Elektronik: AM/FM Radio
Verkäuferkommentare zu 1963' Porsche 356
Dieses Los wird über Iconic Auctioneers, The Iconic Sale bei der BRDC Classic 2026 – Collectors' Cars am Samstag, den 25. Juli, The Wing, Silverstone Circuit, NN12 8TN versteigert. Der Porsche 356 nimmt in der Geschichte der Stuttgarter Marke eine einzigartige Stellung ein, doch für viele Liebhaber und Sammler sind es die seltenen und technisch faszinierenden Carrera-Modelle, die den ultimativen Ausdruck des ursprünglichen Sportwagens von Ferry Porsche darstellen. Angeboten wird hier ein außergewöhnlich seltenes und historisch bedeutsames Porsche 356B Carrera 2 Schiebedach-Coupé aus dem Jahr 1963, eines von etwa 310 Carrera 2-Exemplaren, die auf der T6-Plattform hergestellt wurden und vermutlich eines von nur 27 Exemplaren waren, die von Anfang an mit dem begehrten werksseitigen Schiebedach aus Stahl ausgestattet waren. Der für das Modelljahr 1962 eingeführte Carrera 2 markierte die letzte und fortschrittlichste Weiterentwicklung der berühmten Viernockenwellen-Straßenautos von Porsche. Der Name Carrera tauchte erstmals 1955 auf, inspiriert von Porsches Erfolg beim legendären Straßenrennen Carrera Panamericana. Sein Herzstück war Dr. Ernst Fuhrmanns bemerkenswerter Viernocken-Boxermotor, der ursprünglich für den Wettbewerb im 550 Spyder entwickelt wurde und weithin als einer der fortschrittlichsten Serienmotoren seiner Zeit gilt. Der Hubraum des Carrera 2 stieg auf 1.966 cm³, was eine Leistung von rund 130 PS bedeutete und ihn zum schnellsten Serien-Porsche auf dem Markt machte. Ausgestattet mit zwei obenliegenden Nockenwellen, Trockensumpfschmierung, Dual-Throat-Solex-Vergasern und einer gleitgelagerten Kurbelwelle verwandelte der Typ 587/1-Motor den bereits vollendeten 356 in einen echten Hochleistungs-GT. Porsche erkannte seine gesteigerte Leistungsfähigkeit und stattete den Carrera 2 auch mit ATE-Ringscheibenbremsen an allen vier Rädern aus. Damit war er das erste Serienauto von Porsche, das serienmäßig mit Scheibenbremsen ausgestattet war. Das am 1. April 1963 fertiggestellte Chassis Nr. 123845 war nie als gewöhnliches Kundenauto gedacht. Im beigefügten Kardex wird es als „Werkseigener Wagen“ geführt, dessen erste Bezeichnung schlicht „Presse“ lautet. Es diente daher in einer der bedeutendsten Phasen der Unternehmensgeschichte als eines der offiziellen Werkspresse- und Vorführfahrzeuge von Porsche. Sein Verwalter soll der legendäre Baron Huschke von Hanstein gewesen sein. Von Hanstein stammte aus einer Familie adliger Großgrundbesitzer und war als Amateur-Rennfahrer erfolgreich, bevor er in den unmittelbaren Nachkriegsjahren zu Dr. Ferdinand Porsche wechselte. Er erkannte den Wert des Motorsports als Marketinginstrument und etablierte in den 1950er und 1960er Jahren die ehrgeizigen Wettbewerbs- und PR-Programme von Porsche, die maßgeblich zum weltweiten Ruf der Marke beitrugen. Als Rennleiter, Pressechef und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit hatte er Zugang zu praktisch allen wichtigen produzierten Porsche und soll diesen Carrera persönlich gefahren haben. Zeitgenössische Fotografien zeigen das Auto vor dem Zuffenhausener Werk, während Bilder, die in Tobias Aicheles Biografie über von Hanstein veröffentlicht wurden, zeigen sollen, wie er Skier an das vermutlich genau dieses Automobil anpasst. Passend für einen Werksvorführwagen wurde der Carrera von Anfang an großzügig spezifiziert. Neben dem seltenen Stahl-Schiebedach war er mit einer Eberspächer-Zusatzheizung, einem Blaupunkt-Multibandradio, einer Uhr, einem Außenthermometer und zahlreichen Komfortfunktionen ausgestattet, die dem Spitzenmodell von Porsche angemessen waren. Unser Verkäufer hat bestätigt, dass die vorderen Dreipunkt-Sicherheitsgurte während seines Besitzes angebracht wurden. Die Kardex-Aufzeichnungen wurden von 1965 bis 1966 im Werk gewartet. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Auto etwa 62.000 Kilometer zurückgelegt. Anschließend wurde es an seinen ersten Privatbesitzer, die Kar Krafft & Söhn GmbH aus Düren, Deutschland, verkauft, wo es von Herrn Eberhard Hess für Geschäftsreisen genutzt wurde. Aus der in der Historienakte aufbewahrten Korrespondenz geht hervor, dass Herr Hess über den übermäßigen Ölverbrauch des Originalmotors besorgt war. Das Auto wurde an Porsche zurückgegeben, das einen bereits eingefahrenen Ersatzmotor mit der Nummer P97004 lieferte und einbaute und so das Problem erfolgreich behob. Aus der beigefügten Geschichtsakte geht hervor, dass dieses Ersatzgerät zuvor in das Privatauto von Dr. Ernst Fuhrmann eingebaut worden war, dem brillanten Ingenieur, der für den legendären Viernockenmotor von Porsche verantwortlich war und zwischen 1972 und 1980 Vorstandsvorsitzender der Porsche AG war. Herr Hess bemerkte später, dass der Verkauf des Carrera nach nur einem Jahr im Besitz eines seiner größten Bedauern als Autofahrer sei. Nach weiterem Besitz in Deutschland, einschließlich einer Zeit beim Enthusiasten Kurt Kosel, gelangte der Carrera in den 1970er Jahren schließlich nach New York, bevor er gegen Ende des Jahrzehnts nach Großbritannien zurückkehrte. Nach einer Zeit der Lagerung wurde es dem renommierten Porsche-Spezialisten Roger Bray in Exeter für eine umfassende, jahrelange Restaurierung anvertraut. Die Karosserie wurde bis auf das blanke Metall zerlegt, auf einen Drehspieß montiert und sorgfältig restauriert, bevor sie in ihrem ursprünglichen Werksfarbton Hellelfenbein neu lackiert wurde ...