Fahrgestellnummer 01302 Motornummer 173/219Es gab einmal eine bestimmte Klasse von Ferrari-Enthusiasten, die meinten, jedes Produkt aus Maranello mit weniger als zwölf Zylindern sei irgendwie minderwertig. Das ist natürlich ein Trugschluss mit mehr Löchern als ein Pannerone-Rad, insbesondere wenn man die heutigen leistungsstarken V8- und V6-Modelle, die Vier- und Sechszylinder-Langstreckenrennwagen oder das reiche Erbe der V6-Dino-Serie berücksichtigt. Zu diesem Erbe gehört auch ein winziger Vierzylinder-GT aus der Mitte der 1960er Jahre. Dieser Sub-1000-c wurde auf Geheiß von Enzo selbst entwickelt. C. berlinetta richtete sich an Porsche, Lancia und Alfa Romeo. Der Vater des 250 GTO, Giotto Bizzarrini, entwarf das Fahrgestell mit vorderen Doppelquerlenkern, einer angetriebenen Hinterachse mit Längslenkern und speziell entwickelten Dunlop-Scheibenbremsen – im Wesentlichen ein verkleinerter 250 GT. Der 985-c. C. Der vom großen Gioacchino Columbo entworfene Reihenvierzylinder ähnelte einem Drittel seines berühmten V12, während die hübsche kleine Fließheckkarosserie von einem jungen Bertone-Stylisten, Giorgetto Giugiaro, entworfen wurde. Ferrari lizenzierte das Projekt an die Mailänder Familie De Nora, die das Auto unter dem neu gegründeten Banner Autocostruzioni Societa per Azioni baute. Doch die steigenden Kosten führten zu langsamen Verkäufen und es wurden weniger als 100 Autos produziert. Trotz seines kommerziellen Misserfolgs ist der ASA 1000 GT heute ein wertvolles Stück klassischer italienischer „Etceterini“ mit beneidenswerter Abstammung, die auf einige der größten Namen der italienischen Motorsportgeschichte zurückgeht. Die Fahrgestellnummer 01302 ist einer von schätzungsweise 52 von ASA produzierten GT Berlinettas. Hierbei handelt es sich um ein sehr spätes Chassis, von dem man annimmt, dass es eines von wenigen „Mark II“-Modellen ist, erkennbar an seiner attraktiv überarbeiteten Frontpartie mit Fiat 850 Coupé-Scheinwerfern und integrierter Motorhaubenhutze. Aus dem ASA-Register geht hervor, dass es als Neufahrzeug nach Spanien geliefert wurde, während aus den Akten hervorgeht, dass es auch einige Zeit in Kalifornien und Frankreich verbracht hat. Es wird als weitgehend vollständiges Auto angeboten, das für eine unkomplizierte Restaurierung geeignet ist. Wichtig ist, dass wichtige Komponenten wie der originale, nummerngleiche Motor, korrekte Borrani-Bimetall-Nachahmungsräder, schicke Schalensitze, eine vollständige Ausstattung mit Jaeger-Instrumenten und eine insgesamt einwandfreie Glasfaserkarosserie erhalten bleiben. Jede ASA 1000 stellt für den Liebhaber eine seltene Gelegenheit dar, und dieses Exemplar bietet dem Sammler eine leere Leinwand, auf der er eine wohlverdiente Restaurierung durchführen und diesem seltenen und begehrenswerten kleinen Juwel seinen ursprünglichen Glanz zurückgeben kann.